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Tägliche Pflege für Zähne und Zahnfleisch

Alle Zahnflächen erreichen, fluoridhaltige Zahnpasta auswählen und die Reinigung der Zwischenräume in den Alltag einbauen.

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Zahnbürste, Zahnpasta, Zahnseide und eine Interdentalbürste auf einer hellen Fläche.

Zwei Aufgaben bei jedem Putzen

Die Bürste entfernt Zahnbelag, das Fluorid in der Zahnpasta schützt vor Karies. Zahnbelag, auch Plaque genannt, ist ein haftender Film aus Mikroorganismen, der sich immer wieder bildet. Gelegentlich besonders gründliches Putzen ersetzt deshalb keine tägliche Pflege.

Putzen Sie zweimal täglich etwa zwei Minuten: einmal unmittelbar vor dem Schlafengehen und einmal zu einem anderen Zeitpunkt. Das gilt auch bei Schichtarbeit, wenn Sie tagsüber schlafen. Ein Timer hilft, sich genügend Zeit zu nehmen. Entscheidend ist, alle Zahnflächen zu reinigen, nicht nur zwei Minuten verstreichen zu lassen.

Auf die Fluoridkonzentration achten

Britische Präventionsleitlinien empfehlen für die übliche Pflege Erwachsener Zahnpasta mit 1350–1500 ppm Fluorid. Ppm bedeutet „Teile pro Million“; 1450 ppm liegt beispielsweise in diesem Bereich. Angaben wie „natürlich“, „Zahnfleischpflege“ oder „aufhellend“ sagen nichts über die nötige Fluoridkonzentration aus.

Spucken Sie überschüssige Zahnpasta aus, ohne sofort mit Wasser nachzuspülen. So bleibt das Fluorid länger an den Zähnen. Für verschriebene Zahnpasta mit höherer Konzentration gelten die individuellen Anweisungen. Teilen Sie diese nicht mit anderen und ergänzen Sie Fluoridtabletten oder -tropfen nicht eigenständig.

Alle Zahnflächen in einer festen Reihenfolge reinigen

Wählen Sie eine Zahnbürste mit einem ausreichend kleinen Kopf für die hinteren Zähne und einem gut greifbaren Griff. Laut NHS sind weiche oder mittelharte Borsten für die meisten Menschen geeignet.

Handzahnbürsten und elektrische Zahnbürsten können wirksam reinigen. Die elektrische Bürste bewegt die Borsten, während Sie den Kopf nach der Anleitung des Modells über jede Zahnfläche führen. Üben Sie nur leichten Druck aus.

Bei eingeschränkter Handbeweglichkeit kann eine elektrische Zahnbürste leichter zu bedienen sein. Ein Timer hilft, genügend Zeit einzuplanen. Ein Drucksensor, falls vorhanden, warnt bei zu starkem Druck. Diese Funktionen bestätigen nicht, dass Sie jede Fläche erreicht haben. Unser Ratgeber zu elektrischen Zahnbürsten erklärt die Technik und wichtige Auswahlkriterien.

  1. Reinigen Sie die Außenflächen beider Zahnreihen einschließlich des Zahnfleischrands mit leichtem Druck.
  2. Putzen Sie die Innenflächen. Verändern Sie hinter den Schneidezähnen den Winkel der Bürste.
  3. Reinigen Sie die Kauflächen und letzten Backenzähne, auch die Rückseite des letzten Zahns.
  4. Spucken Sie die Zahnpasta aus, spülen Sie die Bürste ab und lassen Sie sie trocknen. Wechseln Sie die Zahnbürste oder den Bürstenkopf, wenn die Borsten abgenutzt sind.
Schema der unteren Zahnreihe mit markierten Außen-, Innen- und Kauflächen.

1. Außenfläche zu Lippen und Wangen. 2. Innenfläche zur Zunge. 3. Kaufläche. Die Abbildung zeigt die unteren Zähne. Reinigen Sie diese Flächen auch an den oberen Zähnen.

Bleibt eine Stelle schwer erreichbar, bringen Sie Ihre Bürste zum Termin mit und lassen Sie sich die Reinigung zeigen. Mehr Druck löst das Zugangsproblem nicht. Wiederkehrende Schmerzen sollten abgeklärt werden.

Video: Putzen mit einer Handzahnbürste

Die Animation von NHS England zeigt in Nahaufnahme, wie die Außen-, Innen- und Kauflächen der Zähne geputzt werden. Die Erklärungen sind auf Englisch; die Schritte sind oben auf Deutsch beschrieben.

Zwischenräume gesondert reinigen

Die Zahnbürste erreicht nicht alle Flächen zwischen den Zähnen ausreichend. Reinigen Sie diese täglich mit einem passenden Hilfsmittel. Interdentalbürsten eignen sich für ausreichend große Zwischenräume, Zahnseide kann bei engen Kontaktstellen helfen. Unterschiedliche Stellen benötigen möglicherweise unterschiedliche Größen. Drücken Sie eine Bürste nicht gewaltsam hindurch.

Lassen Sie sich Größe und Bewegung für Ihre Zähne, Brücken oder Implantate zeigen. Wählen Sie einen verlässlichen Zeitpunkt, etwa vor dem abendlichen Zähneputzen.

Eine Munddusche richtet einen Wasserstrahl in die Zahnzwischenräume. Wenn Ihnen Zahnseide schwerfällt, fragen Sie Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt, ob eine Munddusche für Sie geeignet ist. Sie ersetzt das Zähneputzen nicht. Die Belege für ihre zusätzliche Wirkung auf Plaque und Zahnfleischentzündungen sind begrenzt und uneinheitlich. Gehen Sie deshalb nicht davon aus, dass sie jedes andere Hilfsmittel ersetzt. Unser Ratgeber zu Mundduschen erklärt Anwendung und Grenzen.

Lesen Sie unsere Hinweise zu Zahnseide und Interdentalbürsten. Blutungen sollten zahnärztlich beurteilt werden; ihr Aussehen allein zeigt die Ursache nicht.

Zahnfleischbluten: Ursachen, Untersuchung und Behandlung

Wann eine Mundspülung helfen kann

Eine Mundspülung ergänzt die Pflege bei einem bestimmten Bedarf. Eine fluoridhaltige Spülung kann beispielsweise vor Karies schützen, ersetzt aber weder das Zähneputzen noch die Reinigung der Zwischenräume.

Verwenden Sie sie zu einer anderen Tageszeit, etwa nach dem Mittagessen. Auch eine fluoridhaltige Spülung wäscht direkt nach dem Putzen das konzentrierte Fluorid der Zahnpasta weg. Fragen Sie bei einer medizinischen Spüllösung in Ihrer Zahnarztpraxis nach Zweck und Anwendungsdauer.

So finden Sie Stellen mit verbliebenem Zahnbelag

Färbetabletten und Färbelösungen machen Plaque sichtbar. Sie können sie nach der Reinigung verwenden, um ausgelassene Stellen zu finden. Befolgen Sie die Produktanleitung und betrachten Sie die angefärbten Bereiche im Spiegel.

Kräftig rosa angefärbter Zahnbelag am Zahnfleischrand und zwischen den oberen Vorderzähnen.

Die kräftig rosa gefärbten Stellen in der Abbildung zeigen verbliebenen Zahnbelag am Zahnfleischrand und zwischen den Zähnen. Die Farbe hängt vom verwendeten Produkt ab.

Das Färbemittel reinigt die Zähne nicht. Putzen Sie die ausgelassenen Flächen mit der Zahnbürste oder einem geeigneten Hilfsmittel für die Zwischenräume nach. Wenn Sie immer dieselbe Stelle auslassen, lassen Sie sich die Reinigung in der Zahnarztpraxis zeigen. Lesen Sie unseren Ratgeber zu Plaque-Färbemitteln. Sie helfen bei der Kontrolle der Putztechnik, ersetzen aber keine Untersuchung.

Wann die Routine angepasst werden sollte

Mundtrockenheit, eine neue Prothese, eingeschränkte Handbewegungen oder eine Zahnfleischbehandlung können Anpassungen nötig machen. Beschreiben Sie, was genau schwerfällt: den Griff zu halten, einen Backenzahn zu erreichen, den Geschmack der Zahnpasta zu ertragen oder sie auszuspucken. So kann das Behandlungsteam passende Unterstützung vorschlagen.

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Quellen

  1. Zähne reinigen NHS · EN
  2. Empfehlungen zur Mundhygiene Delivering Better Oral Health · EN
  3. Mundtrockenheit NIDCR · EN
  4. Zahnbelag, Färbemittel und Reinigungshilfen Dental Health Foundation · EN
  5. Animation zum Putzen mit einer Handzahnbürste NHS England Workforce, Training and Education · EN
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